Wärmebehandelt, vom Prozess bis zur Anwendung

VERANSTALTUNGEN
Am 6. März veranstalteten wir im Atelier in Mantua einen Vormittag, der der Wärmebehandlung von Pappel, Tanne und Esche gewidmet war. Drei Holzarten, ein Verfahren, dreißig Jahre angewandte Forschung.

DAS MATERIAL
Die Vakuumwärmebehandlung verändert die chemische Struktur des Holzes grundlegend: verbesserte biologische Beständigkeit, um 40–50 % erhöhte Dimensionsstabilität und eine dauerhafte Färbung, die durch den Prozess und nicht durch Pigmente entsteht. Keine Zusatzstoffe.
Die Veranstaltung umfasste auch Proben, die mit der Yakisugi-Technik hergestellt wurden – dem oberflächlichen Anbrennen von Zedernholz, das in Japan seit Jahrhunderten zum Schutz des Holzes vor Witterungseinflüssen eingesetzt wird. Zwei Verfahren, die sich in Technik und Ursprung unterscheiden, aber dasselbe Prinzip verfolgen: die tiefgreifende Modifizierung des Holzes ohne Zugabe von Chemikalien.
Wir arbeiten seit über zehn Jahren mit diesen Hölzern. 2015 kooperierten wir mit dem CNR (Nationaler Forschungsrat) in San Michele im Rahmen des Projekts Bio4ever, das sich der Erforschung biobasierter Materialien für Gebäudehüllen widmet. Die Verwendung desselben Holzes für Fenster, Wandverkleidungen und Fassadenverkleidungen schafft einen nahtlosen Übergang zwischen Innen- und Außenbereich.


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KULTUR
Nach der theoretischen Einheit im Atelier ging es am Vormittag weiter mit einem Besuch der Sonnabend-Sammlung im Palazzo della Ragione und einer Führung durch die Manufaktur in Governolo. Theorie, Kunst und Produktion.






